Historie der Fa. Fritze & Co. Eisenbahn & Tiefbau

mehr als 100 Jahre deutsche Geschichte

Der Magdeburger Hermann Fritze, verheiratet und Vater von drei Kindern, gründet mit Partnern um 1900 die Firma Hermann Fritze & Comp. in Magdeburg. Im September 1904 tritt der Gesellschafter, Paul Schreck, aus und meldet in Halle seine eigene Firma (später Schreck – Mieves GmbH) an.

Auf Grund der sich immer mehr belebenden Industrie und der bestehenden familiären Verbindungen wurden in Berlin- Prenzlauer Berg das Zweigbüro H. Fritze und Comp. sowie die Firmen A. Fritze B. Fritze und Comp. gegründet. Das Geschäftslokal befand sich in der Schönhauser Allee 19 und war durch Martha Lewinski in Familienbesitz.

Im Zuge der Weltwirtschaftskrise wurde von der Erbengemeinschaft Karl Fritze und Elsbeth Goller, geb. Fritze, jedoch der Magdeburger Betrieb veräußert.

Am 12.05.1936 fand die Gründung der Firma Fritze & Co. Eisenbahn- und Tiefbau GmbH durch die Kinder von Hermann Fritze, Karl und Elsbeth , ihrer Tante Martha Lewinski und des Bauführers Wilhelm Albrecht ( ausgeschieden am 03.07.1980 ) statt, welche aus den o.g. Firmen hervorgegangen ist. Martha Lewinski und Wilhelm Albrecht wurden hierbei zu Geschäftsführern bestellt.

In den Vorkriegsjahren werden vorwiegend Gleisbauarbeiten für die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft ausgeführt. Während des 2. Weltkrieges erfolgte der Einsatz im Kriegsdienst, den Karl Fritze nicht überlebt. Zu allem Unglück wurde in der Nacht vom 22.11. zum 23.11.1943 während eines angloamerikanischen Luftangriffs das Wohnhaus bzw. der Firmensitz in der Schönhauser Allee 19 völlig zerstört, da ein mit Bomben bestücktes Flugzeug auf die Häuserzeile stürzte.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Fa. Fritze & Co. am 9. April 1951 die Gewerbeerlaubnis vom Bezirksamt Charlottenburg erteilt. Die Firma wurde von Wilhelm Albrecht und Elsbeth Goller weitergeführt. Der Eisenbahnbauführer Werner Lewinski, Sohn von Martha Lewinski, trat als Gesellschafter mit ein, sein Wohnsitz in der Kantstraße 57 begründet den bis zum Jahre 2000 existierenden Firmensitz in Berlin- Charlottenburg.

Im Jahre 1953 nahm die Buchhalterin, Irmgard Kranz, ihre Tätigkeit in der Firma auf. Sie war 47 Jahre in der Firma angestellt und war von 1991 bis 1997 als Geschäftsführerin tätig.

Am 27.10.1953 wird das Gewerbe um die Ausführung von Kies- und Sandschürfungen und um den Handel mit Kies und Sand erweitert.    

Am 30.08.1955 wurde die Fa. Fritze & Co. durch die Fa. Hans Schmidt & Co., aus Hannover- Vinnhorst übernommen. Die Rechtsform wurde geändert und eine Gleisbau Verwaltungs GmbH gegründet.

Die Komplementäreigenschaften oblagen von nun an der Schmidt & Co. Baugesellschaft, Werner Lewinski und Wilhelm Albrecht. Die Weiterführung der Firma erfolgte bis 1998 durch Angehörige der Familien Schmidt und Scheffler.

In den fünfziger Jahren fanden Gleisbauaktivitäten vorwiegend im Groß-Berliner Raum und nach der Errichtung der Berliner Mauer im wesentlichen in West- Berlin für die Deutsche Reichsbahn statt.

Ab den sechziger Jahren wurde das Beschäftigungsfeld, bedingt durch den Verbund mit der Firma Schmidt & Co., auf den Raum Westdeutschland und Luxemburg erweitert. Die Aufnahme und Unterhaltung von internationalen Geschäftsverbindungen im arabischen und nordafrikanischen Wirtschaftsbereich, erfolgte in den siebziger und achtziger Jahren.

Seit der deutschen Einheit 1990 finden Bauaktivitäten wieder vorwiegend im regionalen Bereich Berlin und Brandenburg, insbesondere für die Berliner Verkehrsbetriebe und die Deutsche Bahn, statt.

Im Juni 1998 wurde die Fa. Fritze & Co. und die Verwaltungs GmbH durch Rudi Buckow und die Brüder Helmut, Thomas und Matthias Dunkel übernommen. Durch den Firmenverbund mit der Gebrüder Dunkel GbR entstand eine wesentliche Erhöhung der Kapazitäten im Bereich Abbruch, Erdbau, Baustofflieferung und Entsorgung.

Im Mai 2000 wurde der Firmensitz von Berlin nach Velten, in die Berliner Straße 4, verlegt.

Am 01.07.2002 wurde Peter Drews zum Geschäftsführer bestellt und ist am 01.01.2004 als Gesellschafter eingetreten. Nach dem Ausscheiden des Gesellschafters Rudi Buckow 2004 ( beschäftigt seit 1958 ), wurden die Geschäftsanteile durch Peter Drews und die Gebrüder Helmut, Thomas und Mathias Dunkel übernommen. 2015 gingen die Anteile von Helmut Dunkel an seinen Sohn Dirk Dunkel über.

Im Februar 2016 wurde der Bürositz in Velten, von der Berliner Straße in die Kanalstraße 12, verlegt.

Am 12.05.2016 feierte die Firma Fritze & Co. Eisenbahn- und Tiefbau GmbH & Co ihr 80- jähriges Firmenjubiläum.

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